Endlich war es soweit - Apfelerntezeit in Buschdorf. Zusammen mit dem Apfelplantagenbesitzer, Herrn Klein, gingen wir eilig zum Feld. Auch das ZDF war gekommen, um über diese Aktion zu berichten.

Herr Klein erklärte uns dann ganz genau, wie man die Äpfel pflücken muss, ohne sie zu beschädigen. Wenn die Äpfel beschädigt werden, wollen die Leute diese Äpfel natürlich nicht kaufen. Man muss den Apfel in die Hand nehmen, und dann...

Auf der Apfelplantage arbeiten auch viele Polen. Sie sind ein paar Wochen in Deutschland und sie sind sehr fleißig. Sie verdienen etwas über fünf Euro in der Stunde- dass ist in Deutschland nicht soviel Geld, für die polnischen Arbeiter lohnt sich das aber trotzdem, da manche Dinge in Polen nicht so teuer sind wie hier.

Natürlich arbeiten hier keine Kinder- nur wir durften heute ausnahmsweise für eine Stunde hier arbeiten. Wir haben kein Geld bekommen, bekamen die gepflückten Äpfel aber geschenkt - und die durften wir dann verkaufen - doch davon später.

Die Äpfel wurden vorsichtig in Kisten gelegt und diese dann auf einen Schlitten gestellt. Das Apfelpflücken war ganz schön anstrengend- wenn man sich vorstellt, dass  manche Kinder so was 8 Stunden am Tag machen müssen....

aber es hat auch Spass gemacht....

und zwischendurch blieb auch Zeit, um einen der wunderbaren Äpfel zu vernaschen.

Ein Gast aus Brasilien war da - ein Apfelsinenbauer. Er erklärte uns, wie man in Brasilien die Apfelsinen pflückt- er hatte einen Sack für die Apfelsinenernte dabei.

Nach einer Stunde hatten wir ungefähr 240 kg Äpfel geerntet. Herr Klein war mit uns sehr zufrieden.

Nach der Ernte trafen wir uns alle auf dem Hof der Apfelplantage Klein.

Wir hatten einige Fragen vorbereitet, die wir dem Gast aus Brasilien dann gestellt haben, z.B.

  • Wieviele Orangen wachsen an einem Baum?
  • Wieviele Orangen/Kilo pflücken Sie an einem Tag?
  • Wieviele Bäume hat ein Plantage?
  • Was bedeutet "Plantage"?
  • Warum sind Sie hier?
  • Wieviele Kilo Orangen sind in einem Pflücksack?
  • Wie lange arbeiten Sie pro Tag? Haben Sie auch Urlaub?
  • Arbeiten bei Ihnen auch Kinder? Wie alt sind die Kinder?
  • Wann gehen die Kinder zur Schule?
  • Macht den Kindern die Arbeit Spaß?
  • Wieviel verdient ein Erwachsener/Kind bei Ihnen?
  • Warum spielen die Brasilianer so gut Fußball?
  • Wo wird der Orangensaft produziert?
  • Wieviele Orangen braucht man für einen Liter Saft?
  • Wie kommt die Orange ins Glas (Produktionsweg)?
  • Wie funktioniert der faire Handel? Welche Vorteile hat das für Sie?
  • Produzieren Sie außer Orangen noch andere Dinge?
  • Exportieren Sie das Obst oder das Konzentrat?
  • Wieviele Tonnen Orangen produzieren sie im Monat für den Export?
  • In welche Länder exportieren Sie?
  • Was können wir hier tun, um Kinder/arme Menschen in Brasilien zu unterstützen?
  • Warum gibt es so viele Arme aber auch etliche reiche Menschen in Ihrem Land?
  • Welche Rolle spielt die Entwicklungshilfe für Ihr Land?
  • Welche Rolle spielen gesellschaftliche Gruppen wie Kirchen etc.?
  • Was heißt für Sie "Globalisierung"?
  • Was erwarten und erhoffen Sie sich für die Zukunft?
  • Wie gefällt es Ihnen in Deutschland?

Natürlich war nicht soviel Zeit da, aber auf einige Fragen haben wir Antworten bekommen, so klappt z.B. der Faire Handel nur, wenn in den reichen Ländern auch viele Menschen bereit sind, etwas mehr Geld für fair gehandelten Kaffee, Saft oder Tee auszugeben. Das die Brasilianer so gut Fußball spielen, weil sie frischen Apfelsinensaft trinken, das war wohl nicht so ernst gemeint.

Auch die Familie Klein beantwortete gerne die Fragen der Kinder und der Presse.

Herr Dr. Kregel, der Umweltdezernent der Stadt Bonn, lobte den Einsatz der Kinder. Er erzählte, dass die Stadt Bonn sehr aktiv sei und z. B. gerne solche Projekte unterstütze.

Zum Abschluss bekam der Gast aus Brasilien von Frau Ulbrich vom Agendabüro noch ein kleines Geschenk - fair gehandelten Kaffee.

Und Markus Schnapka von Lucky Luke überreichte dem Gast ein köstliches Apfelgelee, hergestellt aus Buschdorfer Äpfeln.

Alle bedankten sich zum Schluss für die Gastfreundschaft der Familie Klein - es gab nämlich leckeren Apfelsaft aus Buschdorfer Äpfeln- nach getaner Arbeit schmeckte der noch besser!

Hier der Bericht des ZDF:

M.H.